Drei Tage waren wir in den Lechtaler Alpen unterwegs. Unsere Rundtour verbindet die Hanauer Hütte mit der Steinseehütte und führt über aussichtsreiche Scharten, vorbei an Bergseen und durch eine eindrucksvolle Felslandschaft.

Tourdaten
Start/Ziel: Parkplatz Boden an der Hahntennjochstraße (ca. 1.360 m)
Region: Lechtaler Alpen, Tirol
Dauer: 3 Tage
Übernachtungen: Hanauer Hütte (1.922 m) und Steinseehütte (2.061 m)
Schwierigkeit: Anspruchsvolle Bergwanderung mit alpinen Abschnitten. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich.
Tag 1 – Zur Hanauer Hütte
Unsere Tour beginnt am Parkplatz in Boden an der Hahntennjochstraße. Der Aufstieg zur Hanauer Hütte verläuft auf einem gut angelegten Weg und ist in etwa zwei Stunden gut zu schaffen. Den Nachmittag genießen wir auf der Sonnenterrasse und stimmen uns auf die kommenden Tage ein.

Tag 2 – Über Kogelseescharte und Steinseejoch

Am Morgen starten wir bei Regen. Vorbei am Parzinnsee, an dem Anfang der Saison noch Schneereste liegen, steigen wir zur Kogelseescharte auf. Bei gutem Wetter lohnt sich von dort der Abstecher auf die Kogelseespitze, ein Schild zeigt an: 30 Minuten bis zum Gipfel. Wir legen unsere Pause stattdessen am Gufelsee ein.

Anschließend führt ein schöner Panoramaweg mit vielen Bächen und Wasserfällen weiter. Bevor wir die Steinseehütte erreichen, stehen noch einmal rund 400 Höhenmeter zum Steinseejoch an.
Mit etwas Glück lassen sich unterwegs Murmeltiere und Steinböcke beobachten. Besonders gefallen hat uns der felsige Abschnitt nach der Scharte: stellenweise schmal und etwas ausgesetzt, aber gut angelegt. Von hier aus begleitet uns der Blick auf die Steinseehütte bis zum Abstieg. Weiter unten blühen im Frühsommer zahlreiche Alpenrosen.

Die Steinseehütte auf 2.061 Metern ist ein beliebter Stützpunkt für Bergsteiger und Kletterer. Den Abend lassen wir gemütlich auf der Terrasse ausklingen.

Tag 3 – Über die Westliche Dremelscharte zurück nach Boden
Der Anstieg führt direkt zum Steinsee, der heute bei dem heißen Sommertag zum Baden einlädt und den nicht nur wir zur Abkühlung nutzen.

Für den Weg zur Hanauer Hütte gibt es zwei Varianten um die Dremelspitze. Wir entscheiden uns für die Westliche Dremelscharte. Die letzten Meter zur Scharte sind steil und mit Drahtseilen versichert.


Auch der obere Abstieg durch das Geröll verlangt Konzentration und einen sicheren Tritt.
Bergweh-Outdoor-Kleidung individuell für dich
Diese Bergweh-Designs findet ihr exklusiv nur im Bergweh-Shop. Super bequem, praktisch für deinen Bergsport und personalisierbar in deinen Lieblingsfarben.
Von der Scharte geht es schließlich rund 1.100 Höhenmeter zurück zum Parkplatz in Boden. Eine letzte Einkehr auf der Sonnenterrasse der Hanauer Hütte rundet die Tour ab.

Fazit
Die Runde zwischen Hanauer Hütte und Steinseehütte ist eine abwechslungsreiche Drei-Tages-Tour für trittsichere Bergwanderer. Besonders gefallen haben uns die Kombination aus Bergseen, den felsigen Passagen an den Scharten und die ruhige Landschaft der Lechtaler Alpen. Mit moderaten Wegzeiten und Zeit, um die Berge und die urigen Hütten zu genießen.
Leider hatten wir im Abstieg einen Unfall
Für meine Bergkameradin war die Tour hier zu Ende. Glück im Unglück: „Nur“ ein gebrochenes Schulterblatt. Vielen Dank, dass die Bergrettung schnell da war und sie gut versorgt und ins Tal geflogen hat.

