Alphorn spielen lernen – ein besonderes Bergerlebnis

Veröffentlicht in: Allgemein, Bergweh, Blog | 0

Alphornspielen lernen?

Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich das einmal ausprobieren würde. Und doch stand ich genau dort: mitten in den Bergen, das Alphorn vor mir, die Gipfel im Blick.

Für zweieinhalb Tage ging es auf die Wannenkopfhütte im Allgäu. Eine urige Hütte, eingebettet in die Natur. Ein Ort, der nicht nur durch seine Lage beeindruckt, sondern auch durch besondere Kursangebote rund um alpenländische Tradition.

Jodeln lernen oder Alphorn spielen? Ich habe mich für das Alphorn entschieden.

Draußen, mitten in den Bergen

Was ich vorher nicht wirklich bedacht hatte: Alphorn spielt man draußen. Eigentlich logisch – aber in dem Moment wurde mir erst klar, wie sehr dieses Instrument mit der Landschaft verbunden ist. Wir standen draußen, umrahmt von drei Seiten von großen Fichtenbäumen, unter blauem Himmel, begleitet von den ersten wärmenden Frühlingsstrahlen. In der Ferne die schneebedeckten Gipfel. Eine Kulisse, die man nicht vergisst.

Die ersten Töne

Oder besser gesagt, der Versuch davon.

Das Alphorn gehört zu den Naturtoninstrumenten. Das bedeutet keine Ventile, keine Tasten, nur du, deine Lippen und der Atem. Und genau das macht es so besonders.

Man probiert.

Man scheitert.

Man lacht.

Und irgendwann entsteht tatsächlich ein Ton. Oder zumindest etwas, das sich danach anfühlt. Nach einiger Zeit merkt man vor allem eines: Die Lippen können ganz schön „glühen“.

Ein Gefühl von Verbundenheit

Mit jedem Versuch wurde es leichter, sich auf den Moment einzulassen.

Kein Druck.

Kein Müssen.

Nur das Jetzt und Hier.

Und plötzlich war da dieses Gefühl, das schwer zu beschreiben ist: Eine tiefe Verbindung zur Natur, zu den Bergen und irgendwie auch zu sich selbst. Ein bisschen wir der Almödi, der einfach da oben steht und Teil dieser Landschaft ist.

Gemeinsam erleben

Wir waren eine kleine Gruppe von sechs Personen und genau das hat den Kurs so besonders gemacht.

Jeder hat auf seine eigene Weise gespielt oder es zumindest versucht. Und gerade diese Unteschiedlichkeit hat unglaublich viel Spaß gemacht. Vielleicht lag es auch an unserer Vorspielerin, die mit so viel Freude und Leichtigkeit dabei war, dass sich das sofort auf alle übertragen hat.

Fazit

Alphornblasen ist anders.

Ungewohnt.

Herausfordernd.

Und gleichzeitig unglaublich entschleunigend.

Ein Erlebnis, das man nicht unbedingt sucht, aber eines, das man definitiv nicht vergisst. Und wer weiß, vielleicht war das nicht das letzte Mal.

Tipp

Die Wannenkopfhütte auf 1350 Meter im Allgäu ist ein ruhiger Ort für alle, die Berge, Natur und alpenländische Tradition verbinden möchten. Ein Besuch lohnt sich – ganz gleich, ob mit oder ohne Alphorn.

http://www.wannenkopfhuette.de